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Unsere Heimat ist der Rheingau-Taunus-Kreis. Er beinhaltet eine der schönsten Landschaften Deutschlands und profitiert von seiner Lage am Rande des Rhein-Main-Gebietes. Unberührte Natur und vielfältige Kulturgüter aus der Vergangenheit machen unseren Kreis für seine Bewohner uns Besucher lebens- und erlebenswert. Mit dem "Oberen Mittelrheintal" und dem Limes haben wir Anteil an zwei UNESCO-Welterbestätten. Wir sind stolz auf diesen Kreis und wollen ihn für die Zukunft weiter entwickeln.

Mit einer Arbeitslosigkeit von gerade mal 4% haben wir Vollbeschäftigungsverhältnisse. Gemessen in Wohlstand und Kaufkraft der Menschen liegen wir in der Spitzengruppe unseres Bundeslandes. Auf der anderen Seite kann der Kreis als Gebietskörperschaft mit dieser Entwicklung nicht mithalten. Im Gegenteil: Die Kreisstrukturen sind verkrustet, der Personalapparat aufgebläht und die Schulden steigen exorbitant. Der Rheingau-Taunus-Kreis zählt zu den am höchsten verschuldeten Kreisen der Republik.

Ein "weiter so" wie in den letzten 10 Jahren unter Landrat Albers (SPD) können wir uns nicht mehr leisten. Die Schuldenanhäufung haben letztendlich die Städte und Gemeinden durch höhere Kreisumlagen aufzufangen. Schließlich trifft es natürlich die Bürgerinnen und Bürger durch höhere kommunale Steuern und Abgaben.

Die Veränderung der Lebenswirklichkeit muss auch von politisch Verantwortlichen im Kreis erkannt werden. Die Bürgerinnen und Bürger denken nicht mehr in Kreisgrenzen.

Interkommunale Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Wiesbaden und den anderen Kreisen im Rhein-Main-Gebiet ist dringend geboten und wurde bisher sträflich vernachlässigt. Aber auch Potentiale der effizienteren Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und seinen Städten und Gemeinden bleiben ungenutzt. Ohne jeden Dünkel muss geprüft werden, wie eine vertikale Zusammenarbeit den Service für den Bürger verbessert. Hier gibt es hervorragende Beispiele erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen den Städten und Gemeinden im Kreis. Bei der Kreisverwaltung tut sich hingegen nichts.

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Unser Programm:

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Nachhaltige und generationengerechte Finanzen statt Zockerei
Unser Kreis belegt bei der Pro-Kopf-Verschuldung in Hessen den traurigen Spitzenplatz. Jahr für Jahr steigen die Schulden, die mittlerweile auf über 800 Millionen Euro angewachsen sind. Fast zehn Prozent entfallen auf die Spekulationsverluste durch die Schweizer-Franken-Kredite. Auch deshalb zahlen unsere klammen Kommunen die höchstmögliche Kreisumlage, somit fehlt das Geld vor Ort. Wir setzen uns für eine grundlegende Konsolidierung der Kreisfinanzen ein. Mit dem Geld der Bürger darf nicht spekuliert werden.

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Erhalt unserer Kulturlandschaft: der Taunuskamm und die Windkraft
Im waldreichen Rheingau-Taunus-Kreis ist der Naturschutz für uns eine selbstverständliche Verpflichtung. Unser Ziel ist es, die Energiewende im Rheingau-Taunus-Kreis weiter aktiv zu gestalten und gleichzeitig darauf zu achten, dass dem Schutz der Kulturlandschaft Rechnung getragen wird. Der Taunuskamm ist somit von Windkraftanlagen freizuhalten, wenn dies die Bürgerinnen und Bürger vor Ort wollen. Die Energiewende ist nur mit den Menschen zu erreichen.

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Schnelleres Internet und "Kreisverwaltung 4.0"
Wir setzen uns für einen raschen Ausbau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes ein, welches für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung hier vor Ort von grundlegender Bedeutung ist. Für unsere Bürgerinnen und Bürger setzen wir uns zudem für eine "Kreisverwaltung 4.0" ein, d.h. die Einführung moderner Verwaltungsdienstleistungen, die digital vorgenommen werden können (KFZ-Anmeldung, Beantragung eines Reisepasses, etc.) Unsere Verwaltung muss laufen, nicht der Bürger im Kreis!

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Eingliederung zu uns kommender Schutzbedürftiger
Flüchtlinge, welche politisch verfolgt sind, genießen unseren Schutz. Dennoch hinterfragen wir die aktuellen Herausforderungen in Sachen Flüchtlingszuzug kritisch. Bei allem Verständnis für eine Flucht aus ökonomischen Gründen ist dies kein hinreichender Grund, Artikel 16a des Grundgesetzes in Anspruch nehmen zu können. Grundlage einer Eingliederung der zu uns kommenden Menschen ist die Anerkennung unseres Werte- und Gesellschaftssystems. Dies bedeutet ein klares Bekenntnis zum Grundgesetz und die Akzeptanz unserer Grundwerte, insbesondere die Wahrung de Menschenwürde, der Gerechtigkeit, Solidarität, Freiheit und die Gleichberechtigung von Frau und Mann. Wer diese Grundwerte nicht akzeptiert und missachtet, der hat seinen Anspruch auf Schutz verwirkt und muss mit entsprechenden Konsequenzen rechnen.

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Dauerhafte Lärmbefreiung und Entlastung der B 42 für den Rheingau
Um den Rheingau besser an das Umland anzubinden und die B 42 zu entlasten, werden wir uns weiterhin für den Bau einer zweispurigen, mautfinanzierten Rheinbrücke zwischen Rüdesheim und Binden einsetzen. Zudem wollen wir das Rheintal von Bahnlärm befreien. Eine Entlastung des Rheingaus durch eine Mehrbelastung des Schienenverkehrs entlang der A3 zum Nachteil der Idsteiner und Niedernhausener Bürgerinnen und Bürger lehnen wir strikt ab. Wir befürworten ein Prüfverfahren des Bundes zum Bau eines Eisenbahntunnels durch den Westerwald und den Taunus. Deshalb unterstützen wir die Initiative der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen, den Bedarf einer alternativen Güterzugstrecke zur Entlastung des Mittelrheintals anzumelden.

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Familien, Schulen und Ehrenamt
Wir befürworten alle Maßnahmen, die zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf führen und somit Männern und Frauen eine erfolgreiche Verbindung aus beidem erleichtern. Unsere Kinder haben Anspruch auf eine moderne Schulinfrastruktur (Sanierung & Modernisierung) sowie ein differenziertes Angebot an Schulformen in wohnortnaher Entfernung. Das Ehrenamt als Herz unserer aktiven Bürgergesellschaft gilt es nachhaltig zu fördern. Ohne unsere ehrenamtlichen Helfer, sei es in Feuerwehren, Vereinen, Kirchen und Verbänden wären viele Aufgaben heute nicht mehr zu leisten.