Die CDU Rheingau-Taunus steht für eine ausgewogene und moderne Schullandschaft im Kreis. Diese muss wohnortnah, getreu dem Motto „Kurze Beine, kurze Wege“ gestaltet sein. Jedes Kind hat das Recht auf optimale Förderung seiner Entwicklung in einer ausgewogenen Schullandschaft. Dabei sei Schul- und Bildungspolitik nicht erst seit Corona ein Schwerpunkt, sondern von jeher „ein Treiber“ christdemokratischer Kreispolitik, formulierte der CDU-Kreisvorsitzende Klaus-Peter Willsch. Gemeinsam mit weiteren CDU-Vertretern traf sich Willsch mit Prof. Dr. Euler (Vorsitzender Kreiselternbeirat) und Christoph Kremer (Vorsitzender Elternbeirat Gymnasium Eltville) zum Informationsaustausch.


Tauschten sich über Schulpolitik im Rheingau-Taunus aus (v.l.n.r.): Prof. Dr. Euler (Vorsitzender Kreiselternbeirat Rheingau-Taunus), Christoph Kremer (Vorsitzender Elternbeirat Gymnasium Eltville), CDU-Kreisvorstandsmitglied Lars Stöhr (Waldems), JU-Kreisvorsitzender Lukas Brandscheid (Heidenrod), CDU-Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Klaus-Peter Willsch (Hohenstein) und CDU-Kreisvorstandsmitglied Michéle Mucha.

Unsere Kinder brauchen eine gute Zukunftsperspektive und die Wirtschaft gut ausgebildete Fachkräfte, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU Rheingau-Taunus weiter. Weshalb Schule und Bildung auch weiterhin einen prominenten Platz im CDU-Kommunal-Wahlprogramm einnehmen werde. Klaus-Peter Willsch dankte den beiden Gästen für ihren Einsatz speziell in der Diskussion um den Schulstandort Eltville. Die Eltern seien aktiv geworden, als sich die Tendenz in Richtung einer Gesamtschule in Eltville abgezeichnet habe, erläuterte Christoph Kremer anlässlich des Gesprächs. „Auf breiter Basis konnten wir nachdrücklich klarmachen, dass die Elternschaft hinter dem Erhalt des Gymnasiums steht“, erläuterte der Vorsitzende des Elternbeirates des Eltviller Gymnasiums.

Dr. Roland Euler zeigte sich zufrieden mit dem in Hessen einmaligen Schulversuch, den der Kreistag mit Beschluss vom 9. Juni 2020 auf den Weg gebracht hat. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Elternbeiräte von Realschule und Gymnasium wurde das klare Ziel formuliert, dass beide Schulformen besser kooperieren müssen. Mit geeigneten Konzepten könne der Schulstandort attraktiver gemacht und den Vorbehalten vieler Eltern gegen eine Gesamtschule Rechnung getragen werde. Mit einer Lösung, in der auch Hauptschüler, die den Realschulabschluss nicht schaffen, ihren Platz haben, erläuterte der Elternbeiratsvorsitzende Dr. Euler weiter. Gemeinsame Veranstaltungen, Brückenkurse für Fächer wie Mathematik und Abstimmung bei der Wahl der Fremdsprache können einen Wechsel von der Realschule an das Gymnasium erleichtern, ergänzte Euler.

Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass Schulen neben Orten der Wissensvermittlung auch ein Lebensmittelpunkt für Schüler sind. Denn kleinere Strukturen sorgen für Überschaubarkeit und Sicherheit und bilden einen sozialen Aspekt, der nicht außer Acht bleiben darf.

„Digitalisierung ist vor dem Hintergrund von Corona prominent aufgeploppt und macht mangelnde technische Ausstattung deutlich“, betont Dr. Euler. Die Server- und Internetkapazitäten sind noch zu gering. „Es seit Beginn der Corona-Pandemie viel passiert, es gibt allerdings noch Vieles, was man noch langfristig angehen muss“, ergänzte er. „Es sind ausreichend Mittel des Bundes zur Verfügung. Es fehlen jedoch noch die Digitalisierungskonzepte der Schulen, die Voraussetzung sind, um die bewilligten Mittel abzurufen“, erläuterte Bundestagsabgeordneter Willsch. „Von digitaler Lernumgebung in den Schulen vor Ort sind wir noch weit entfernt. Hier haben wir noch großen Aufholbedarf“, attestierte der JU-Vorsitzende Lukas Brandscheid: „Hier müssen die erforderlichen Rechtsgrundlagen geschaffen sowie organisatorische und technische Umsetzung nachhaltig forciert werden. Was ein wichtiger Teil des CDU-Kommunalprogramms sein wird“, kündigte der Lehramtsstudent Lukas Brandscheid an.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Ansprechpartner