Das runde Computer-Jubiläum am 12. Mai veranlasst den Wirtschaftsrat Rheingau-Taunus zu einer Würdigung von Konrad Zuse. Zum 80. Jahrestag seiner genialen Erfindung ruft die Unternehmer-Organisation das Lebenswerk des Berliner und später hessischen Ingenieurs in Erinnerung. Rechtsanwalt Achim Carius, Sektionssprecher Rheingau-Taunus und Mitglied des Landesvorstandes des Wirtschaftsrates Hessen, erinnert an Konrad Zuse, der den ersten lauffähigen Computer (Z3) am 12. Mai 1941 im Wohnzimmer seiner privaten Kreuzberger Familienwohnung in Betrieb nahm, im selben Jahr weltweit das erste Computer-Unternehmen gründete und dies ganz ohne staatliche Unterstützung bewältigte.

Der verlorene Weltkrieg verhinderte später, da Deutschland wirtschaftlich noch zu schwach war, ihm die nötige staatliche Unterstützung zu gewähren. Auch die Entwicklung des weltweit ersten Plotters gelang Zuse, der seine Innovation 1961 erstmalig auf der Hannover-Messe vorstellte. Mit Zuse-Plottern waren in den 1960 und 1970 Jahren nahezu alle deutschen Bau- und Katasterämter ausgestattet sowie Unternehmen im Bau-, Planungs- und Ingenieurumfeld. “Damit ist Zuse heute ein herausragendes Vorbild deutschen sowie europäischen Erfinder- und Unternehmergeistes,” so Carius.


Prof. Dr. Horst Zuse (links) erläutert Achim Carius die Funktionsweise der Computerentwicklungen seines Vaters Konrad Zuse im Technikmuseum Berlin/Zuse-Abteilung.

Zuse startete seine Entwicklungen ursprünglich in Berlin, nach dem 2. Weltkrieg ging er über die Schweiz ins hessische Bad Hersfeld, wo er Entwicklung und Produktion als größter Arbeitgeber der Region aufbaute. Gewohnt hatte er im nahen Hünfeld bei Fulda, dort existiert heute ein beeindruckendes Zuse-Museum mit Original-Rechner- und Plotter-Exponaten. Zum 80. Jahrestag der Computer-Geburtsstunde ehrt der Wirtschaftsrat diesen großen Ingenieur, Erfinder, Entwickler und Unternehmer. Seinem 76-jährigem Sohn Prof. Dr. Horst Zuse dankt der Wirtschaftsrat für den Aufbau einer Zuse-Abteilung im Deutschen Technikmuseum in Berlin, die das Werk seines Vaters in historisch angemessene Dimensionen rückt. “Deutschland muss weiterhin ein starkes Erfinder- und Unternehmerland bleiben, Zuse gilt hierbei als ein beeindruckendes Vorbild.”

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Ansprechpartner