Im Restaurant „Zur Krone Split“ in Taunusstein-Wehen gratulierten CDU Kreisverband und Fraktion im Rheingau-Taunus sowie herausragende Vertreter in der Region Südhessen Bernd Röttger. Anlässlich des Geburtstagsempfangs würdigte ihn die Partei zum 70. Geburtstag für seine vielfältigen Verdienste. Politische Wegbegleiter des ehemaligen Landrates des Rheingau-Taunus-Kreises blickten dabei auf Persönliches und auf 40 Jahre erfolgreiches politisches Wirken für die Region zurück.

„Keep on rockin´ und bleibe so engagiert, beherzt und pflege diese Lebensfreude auch im kommenden Lebensjahrzehnt, lieber Bernd“, wünschte Verbandsdirektor Thomas Horn, ehemaliger Bürgermeister von Kelkheim, und spielte auf eine der großen Leidenschaften des Jubilars Bernd Röttger an. Rockmusik sei für den „engagierten Konzertgänger“ ein wichtiges Lebenselexier, dessen sei er sich sicher, so Horn. Das Herz des „perfekten Organisators Röttger“ gehöre zudem der Eintracht Frankfurt. Seit mehr als 20 Jahren Mitglied, scheute SGE-Fan Röttger in der Zeit vor der Corona-Epidemie auch weite Strecken und große Reisestrapazen nicht, um seiner Mannschaft bei Auswärtsspielen den Rücken zu stärken.

Freunde und Wegbegleiter, die zu den Gratulanten beim 70. Geburtstag von Bernd Röttger (2. von rechts) gehörten: CDU-Kreisvorsitzender Klaus-Peter Willsch (MdB), stv. CDU-Kreisvorsitzender Peter Beuth, MdL (Hessischer Innenminister) und Achium Carius, Sprecher der Wirtschaftsratsektion Rheingau-Taunus.

Röttger sei ein politisches Schwergewicht, dessen Wort in der Region Gewicht habe. Das er sich durch Detailtreue, Fleiß und seinen immensen Erfahrungs- und Wissensschatz aus 40 Jahren erworben habe. Eine Feststellung, die Jürgen Banzer, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Regionalversammlung Südhessen, zu der Feststellung führte, dass „Bernd Röttger in der Regionalpolitik unentbehrlich“ ist. Röttger, der selbst als gewählter Vertreter des Rheingau-Taunus Mitglied in der Regionalversammlung ist und dort für die CDU die Geschäfte führt, gelinge es, auch bei schwierigen Aufgaben Interessen zusammen zu bringen. Das erreiche er dank einer seiner hervorstechendsten Eigenschaften, mit der ihn der Landtagsabgeordnete und Staatsminister a. D. charakterisierte: „Du nimmst die Menschen an, wie sie sind und bist ihnen zugewandt. Das lässt die Menschen spüren, dass Du Politik für sie machst“.

In die Wiege gelegt: als Journalist erfolgreich

Gastgeber Klaus-Peter Willsch würdigte in seiner Begrüßungsrede den Werdegang des Journalisten und Kommunalpolitikers. Der Journalismus war Bernd Röttger durch seinen Vater, der Redakteur bei der Rhein-Zeitung war, in die Wiege gelegt. Bei der Rhein-Zeitung gelang dem jungen Journalisten Bernd Röttger durch fachliches Geschick und Engagement ein rascher Aufstieg, blickte der CDU-Kreisvorsitzende Willsch zurück. Denn Röttgers Aufmerksamkeit war es zu verdanken, dass die Rhein-Zeitung als eine der wenigen Tageszeitungen bundesweit am Morgen nach dem Olympia-Attentat mit der zwar traurigen, aber richtigen Schlagzeile aufmachte. Dank Röttger vermeldet seine Zeitung auf dem Titel, dass alle neun israelische Geiseln ihr Leben verloren hatten. Die meisten anderen Printmedien hatten eine falsche Agenturmeldung übernommen. Röttger stieg daraufhin sofort vom Volontär zum Redakteur auf und wechselte wenige Monate später von der Rhein-Zeitung in Koblenz zum Wiesbadener Kurier in den Untertaunus, erläuterte Willsch.

Seine journalistische Tätigkeit brachte Röttger vielfältige Berührungspunkte zu Vertretern der Kommunalpolitik, natürlich auch zur CDU, darunter zu Ingrid Laube, der damaligen JU-Schatzmeisterin, die seine Frau wurde. Den Rheingau-Taunus-Kreis prägte Bernd Röttger in verschiedenen Positionen. Von 1987 bis 1997 war er CDU-Fraktionsvorsitzender im Gemeindeparlament Hünstetten, 1996 wurde er CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag Rheingau-Taunus. Drei Jahre später schafften die Christdemokraten mit ihm auf Anhieb gegen zwei weitere Kandidaten die Direktwahl zum Landrat.

„In seiner Amtszeit von 1999-2005 konnten wir die meisten CDU-Ziele umsetzen“, bilanzierte Klaus-Peter Willsch: „Ihm verdanken wir, dass die größte Stadt im Kreis, Taunusstein endlich ein Gymnasium erhalten hat“, so Willsch. Bernd Röttger habe einen jahrelangen Konflikt beendet und zudem dafür gesorgt, dass die Abwanderung von Schülern aus dem oberen Rheingau beendet und das Eltviller Gymnasium eine Oberstufe erhalten hat. Weitere Erfolge im Schul- und Bildungsbereich waren die Erhaltung und Rückübertragung der Grundschule Hallgarten waren weitere Erfolge von Landrat Röttger, die Willsch beispielhaft herausgriff.

Von Vertrauen und Verlässlichkeit geprägte Zusammenarbeit

„Bernd Röttger arbeitete und kämpfte für die Ziele, von denen er überzeugt war“, so Willsch. So etwa – leider bis heute vergeblich - für eine Rheinbrücke bei Rüdesheim und die schließlich gescheiterte Stadtbahn in Wiebaden. „Heute erleben wir einen neuen Anlauf mit der Citybahn und Verlängerung bis in die Innenstadt von Bad Schwalbach“, lenkte Willsch den Blick auf die weit vorausschauende Politik Landrats Röttger. Dies habe sich unter anderem auch in der „Johannisberger Erklärung“ widergespiegelt, in der sich die Kommunen zu einer bis heute erfolgreichen, engeren Kooperation verpflichtet haben, die die Bildung des Zweckverbandes Rheingau und zahlreiche weitere Formen der interkommunalen Zusammenarbeit angebahnt habe. „Vor allem aber konnte man sich vollständig auf Dich verlassen. Wenn etwas besprochen war, gab es immer Umsetzung oder Rückmeldung über nicht überwindliche Widrigkeiten“, brachte Willsch auch seinen sehr persönlichen Dank zum Ausdruck.

Ein Urteil, das auch Peter Beuth teilt: „Wir im Rheingau-Taunus-Kreis und in der Partei haben Dir viel zu verdanken“. „In deiner Zeit als Landrat sind viele wichtigen Weichen gestellt und bleibende Projekte auf den Weg gebracht worden“, fasste der Hessische Minister des Innern und für Sport zusammen. Diese Weichenstellungen seien mit vielen hitzigen Auseinandersetzungen verbunden gewesen, die eine faire und objektive Bewertung der tatsächlichen Leistungen und Arbeit des Landrats Bernd Röttger verhindert habe.

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