Große Begeisterung löste bei über 90 erschienenen Unternehmern und weiteren 500 per Videokonferenz digital zugeschalteten Teilnehmern der Vizepräsident des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Friedrich Merz, aus. Der Bewerber um den CDU-Bundesvorsitz und wahrscheinlich auch um die Kanzlerkandidatur der Unionsparteien war Gast des hessischen Wirtschaftsrates, der seinen Jahresempfang ins Kloster Eberbach nach Eltville legte. Die Veranstaltungsräume im früheren Kloster eigneten sich vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Beschränkungen hervorragend für diese Veranstaltung. Hessens Digitalministerin und Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates Hessen, Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hausherr Martin Blach als Vorstandsvorsitzender der Kloster Eberbach Stiftung und Wirtschaftsrats-Sektionssprecher im Rheingau-Taunus, Rechtsanwalt Achim Carius, begrüßten den prominenten Gast bereits am Eingang zum Laiendormitorium des Klosters ganz persönlich.


Der Sprecher des CDU-Wirtschaftsrates Rheingau-Taunus, Achim Carius (links), begrüßt den Politiker Friedrich Merz in Eltville. Foto: Zübeyde Kopp, studioZeta

In seiner eineinhalbstündigen Ansprache beschrieb Merz die sich stark verändernde weltpolitische Lage, in der Deutschland ein stabiler und kraftvoller Wirtschaftsstandort bleiben muss. Der Wirtschaftspolitiker formulierte professionell geschliffen in seiner durchgängig freien Rede. Er sprach auch über die aktuellen Corona-Restriktionen und sagte, die Pandemie sei beherrschbar und Deutschland habe durch vernünftige politische Entscheidungen zu keinem Zeitpunkt die Kontrolle darüber verloren.

Im anschließenden Frage-Antwort-Teil der Veranstaltung trat auch der Kreisvorsitzende der Jungen Union Rheingau-Taunus, Lukas Brandscheid, auf. Er wollte wissen, ob die zweite Corona-Welle die Ausgabenpolitik des Staates nicht irgendwann überfordere. Merz antwortete, er glaube nicht, dass die jetzt noch anstehenden Unterstützungsmaßnahmen für die deutsche Wirtschaft das Ausmaß der ersten Welle erreichen werden. In seinem Schlusswort ermunterte Präsidiumsmitglied des Wirtschaftsrates Deutschland, Prof. Hans Helmut Schetter, den Keynote-Speaker weiterhin so kraftvoll und entschlossen für die Ziele des Wirtschaftsrates zu kämpfen.

Im Umfeld von CDU, FDP sowie Wirtschafts- und Unternehmerverbänden im Rheingau-Taunus hat Friedrich Merz besonders viele Anhänger. So votierte im Frühjahr auch der Kreisparteitag der CDU-Rheingau-Taunus als einer von bislang fünf hessischen CDU-Kreisverbänden mehrheitlich für Merz und empfahl ihn beim anstehenden Bundesparteitag zum Vorsitzenden zu wählen. Den seinerzeit von der JU eingebrachten Antrag unterstützten u.a. die beiden Merz-Freunde Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Klaus-Peter Willsch sowie Achim Carius mit eigenen Wortbeiträgen. Für das Kandidatenduo Laschet/Spahn sprach sich bislang kein CDU-Kreisparteitag in Hessen aus.

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