Die CityBahn ist das in naher Zukunft nachhaltigste, zukunftsweisendste und wichtigste Projekt unseres Kreises und im Besonderen für die Aar-Region. Es ist die einmalige Möglichkeit, einen modernen ÖPNV im westlichen Untertaunus zu realisieren und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Straßen zu leisten. Zugleich sinkt die Feinstaubbelastung und weitere Immissionen. Hiervon würde nicht nur die heimische Bevölkerung im Zuge eines neuen (beruflichen) Pendelangebots profitieren, sondern ebenso der Wirtschaftsstandort im westlichen Untertaunus massiv gestärkt werden.

So war der erste Schritt, den der Kreistag mit dem beschlossenen Beitritt in die von den Mainzer Stadtwerken AG und der Wiesbaden Holding GmbH gegründeten Gesellschaft CityBahn GmbH vollzogen hat, wichtig und richtig gewesen. Der Beitritt eröffnet uns die frühzeitige inhaltliche Projektteilnahme und partnerschaftlichen Informationsaustausch mit Wiesbaden und Mainz.


"Die CityBahn ist eine zukunftsweisende Lösung, für eine nachhaltige und enge Verbindung innerhalb
des Rheinau-Taunus-Kreises und zum Rhein-Main- Gebiet – und das emissionsarm und mit weniger Zeit im Stau". - Stv. Vorsitzender Sandro Zehner (Taunusstein)
Foto: Wolfgang Kühne

Der Rheingau-Taunus-Kreis muss von Beginn an gleichberechtigt am Gestaltungs- und Entscheidungstisch mitsitzen und mitreden, um die Belange des Landkreises einbringen zu können. Derzeit gehen die Arbeiten an den Aartalbahntrassen-Abschnitt weiter, die Genehmigung von Seiten des Regierungspräsidiums Darmstadt für die nötigen Baugrunduntersuchungen liegen vor. Die Vorbereitungen des Grundstücksankaufs der Aartalbahntrasse von der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz bis zur Kreisgrenze (Eiserne Hand) sind im Gange. Es ist richtig, dass für die CityBahn neue Gleise gebaut werden müssen. Allerdings bietet dies auch die einmalige Gelegenheit, eine Verbindung vom westlichen
Untertaunus über Wiesbaden nach Mainz zu realisieren, ohne dass die Bevölkerung an Haltepunkten auf andere ÖPNV-Verbindungen nach Mainz umsteigen müssen. Eine direkte Verbindung in die beiden Landeshauptstädte ist ein echter Gewinn und den sollten wir nutzen. Zumal angemerkt werden muss, dass auf Normalspur ebenso die Öffnung des Güterverkehrs besteht, und somit eine viel größere Problematik entstehen könnte (vgl. Rheingau). Deshalb sollte für die Bevölkerung die beste Option gewählt werden: eine ausschließlich für die CityBahn genutzte Infrastruktur.

Der derzeitige Kostenstand führt zu einem Investitionsvolumen des Rheingau-Taunus-Streckenanteils von Bad Schwalbach zur Eisernen Hand in Höhe ca. 84 Mio. Euro, wobei diesem eine Förderquote von bis zu 87,5 Prozent aus Bund- und Landesmitteln entgegenstünde. Die CDU-Kreistagsfraktion sieht die Realisierung auf einem guten Weg und ist weiterhin von den positiven Aspekten, die die CityBahn der Region bringen würde, überzeugt. Die Nutzen-Kosten-Untersuchung ergab einen Wert von 1,5, welcher einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen belegt. Auch dem Bürgerentscheid in Wiesbaden sieht die CDU-Kreistagsfraktion hoffnungsvoll entgegen und gibt zu bedenken, dass ein negativer Ausgang auch Konsequenzen für den Rheingau-Taunus-Kreis und vor allem für die Städte Bad Schwalbach und Taunusstein haben wird.

Die CityBahn bietet die einmalige Möglichkeit, einen modernen ÖPNV im westlichen Untertaunus zu realisieren und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Straßenverkehrs und der Feinstaubbelastung. Die CityBahn wird die Lebensqualität und die Prosperität entscheidend stärken und ist eine echte Chance für den Kreis.

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