Der Vorsitzende der Senioren-Union Rheingau-Taunus und Eltville, Rudolf Kreckel, nimmt zu den öffentlichen Äußerungen einiger Bürger zum Thema Corona-Virus Stellung, die sich immer wieder erdreisten, diese Viruserkrankung mit einer gewöhnlichen Grippewelle zu vergleichen und sich über die notwendigen Maßnahmen erregen - wörtlich „ wegen eines kleinen, nicht erst seit gestern bekannten Corona-Virus, machen wir die Schotten dicht.“ Selbst die Schutz-Maßnahmen des Handels werden als Eingriff ins Persönlichkeitsrecht bezeichnet. Kreckel geht davon aus, dass der Handel hier von seinem Hausrecht Gebrauch macht. In einer Veröffentlichung wird gar von der Zeit der Blockwarte und Kontrolleure gesprochen und auf ein schlimmes Kapitel der deutschen Geschichte hingewiesen. Solche Vergleiche sind nicht nur unzutreffend, sondern auch töricht und fahrlässig.

Umfragen bestätigen Arbeit der Regierung

Wir, die Senioren, sind wie die Bevölkerung in ihrer Gänze mit der Arbeit unserer Regierung sichtlich zufrieden. Dies drückt sich in allen Umfragen aus, die derzeit veröffentlicht werden. Eine Diskussion über unser Gesundheitssystem wird immer wieder notwendig sein, um es an veränderte Gegebenheiten anzupassen. Die Lücken bei der Versorgung mit Schutzkleidung und Medikamenten müssen gemeinsam mit der Industrie beseitigt werden. Gemeinsam heißt es hier jedoch auch, dass dies gemeinsam in der EU geregelt werden und überwacht werden muss.

Fazit ist: Unsere Bundesregierung mit dem Gesundheitsminister Jens Spahn und die Länder leisten eine hervorragende Arbeit - wir fühlen uns gut versorgt und gut informiert. Die Maßnahmen, die getroffen wurden, sind für alle gültig - und wir halten Abstand und bleiben weitestgehend zu Hause. Wir leben hier in einer Region, in der die Maßnahmen unserer Regierung auch durch unsere Bürgermeister hervorragend unterstützt werden und daher die Bürger zu Recht das Gefühl haben, geschützt zu sein.

Grundsätzlich muss jedoch auch darauf geachtet werden, dass Pflege- und Altenwohnheime die besonders gefährdet sind, auch besonders geschützt werden müssen. Dazu sind Schutzkleidungen für das Personal inklusive Gesichtsmasken notwendig. Die Vorgaben sind hier vergleichbar mit den Vorgaben in einem Krankenhaus. Die notwenigen Maßnahmen sind in den Klimko-Empfehlungen festgehalten, das heißt in den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention. Sie sollten auch von den Besuchern befolgt werden, da besonders Viruserkrankungen und Vorerkrankungen für ältere Menschen gefährlich sind und zum Tod führen können. Es ist schlimm genug, dass gerade dieser Personenkreis nicht besucht werden soll.

Wir als Senioren-Union haben gemeinsam mit der Jungen Union die Hilfsaktion Einkaufshelden - „Wir unterstützen beim Einkaufen“ ins Leben gerufen.

Aktiv für die Menschen im Rheingau

Da der Bedarf an Schutzmasken zuerst einmal für die Krankenhäuser, Arztpraxen, Pflegepersonal, Rettungsdienst u. ä. benötigt wird, haben wir für unsere Senioren von der Inhaberin des Schneider-Ateliers Grete Gundlich in Eltville waschbare Behelfsmasken nach Anleitung fertigen lassen.


Foto: Linda Kreckel

Hierzu meinen besonderen Dank an Frau Gundlich, die auch Mitglied in der Senioren-Union ist, und die über 100 dieser Masken in kurzer Zeit genäht hat. Dabei musste man feststellen, dass es auch hier Beschaffungsprobleme gab, die ebenfalls gemeinsam gelöst wurden.

Hierzu meinen besonderen Dank an Frau Gundlich,
die auch Mitglied in der Senioren-Union ist,
und die über 100 dieser Masken in kurzer Zeit genäht hat.
Rudolf Kreckel

Die Aktion kam sehr gut an. „Was andere Länder können, können wir hier im Rheingau schon lange“, wir schützen uns, halten Abstand und waschen uns die Hände. Wir gehen davon aus, dass derartige Masken künftig auch käuflich erworben werden können, da das Tragen dieser Mundschutz-Schutz-Masken einen größeren Raum einnehmen wird.

Den besonders klugen Menschen, die sich für besonders klug halten und durch ungerechtfertigte Kritik und Polemisierung andere verunsichern, können wir nur empfehlen: „Lasst Eure Ausführungen und sorgt dafür, dass wir gemeinsam diese Zeit überstehen. Die ganze Welt beneidet uns um unser Versorgungssystem und das verantwortungsbewusste Handeln. Unsere Fehler sehen wir alle selbst. Beschäftigt Euch mit dem Infektionsschutzgesetz und schaut Euch die täglichen Zahlen in der EU und in Amerika an – das ist mit einem Grippevirus nicht zu vergleichen, selbst diese Behauptung ist mehr als töricht.

Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention

Mit diesem Link gelangen Sie zur Empfehlung der Kommission, damit jeder sieht, welche Aufgaben diese festgelegt hat und welche Aufgaben unsere Altenheime haben und wieviel Verständnis von Besuchern und Angehörigen erwartet werden muss und auch welche Aufgaben die Mitarbeiter unter erschwerten Bedingungen zu bewältigen haben.

Wir wünschen Ihnen alles Gute und bitten Sie, befolgen Sie die Ratschläge – bleiben Sie zu Hause, waschen Sie sich gründlich die Hände, schützen Sie sich und andere mit einer Schutzmaske und halten Sie Abstand, damit Sie gesund bleiben und unser Alltagsleben bald wieder aufgenommen werden kann.

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