CDU ist treibende politische Kraft im Kreis

Rheingau-Taunus. Auf dem Kreisparteitag der CDU Rheingau-Taunus wurde der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch für zwei weitere Jahre zum Vorsitzenden wiedergewählt. Der 57-jährige erhielt 86,3 Prozent der Stimmen. Als Stellvertreter wurden von den 162 Delegierten Peter Beuth (Taunusstein), Ingo Schon (Eltville), Sabine Muth (Rüdesheim) und Petra Ludwig (Idstein) gewählt. Lothar Becker (Aarbergen) bleibt Kreisschatzmeister. Komplettiert wird der Kreisvorstand vom neuen Schriftführer Andreas Monz (Taunusstein) und dem Mitgliederbeauftragten Marco Egenolf (Hohenstein).

In seiner Rede blickte der alte und neue Kreisvorsitzende auf die zweijährige Amtszeit zurück, die zunächst durch den Endspurt der Kommunalwahl und deren Auswirkungen geprägt war. Mit dem Ergebnis zeigte sich Willsch zufrieden, stellt doch die CDU die mit Abstand größte Fraktion im Kreistag und ist die treibende Kraft im Rheingau-Taunus-Kreis. Er selbst wurde aufgrund des herausragenden Einzelstimmenergebnisses zum Vorsitzenden des Kreistages gewählt. Mit Blick auf die Landratswahl im Februar 2017 dankte der CDU-Kreisvorsitzende dem Kandidaten Andreas Monz, der mit unermüdlichem Einsatz gekämpft hat, dass im Kreishaus wieder ein CDU-Vertreter Verantwortung übernimmt. Dass hier kein Erfolg erreicht werden konnte, machte Willsch vor allem an der „fatalen Flüchtlingspolitik“ fest, die das Vertrauen der Wähler in Parteien allgemein und auch in seine Partei erschüttert habe und damit dem mit seiner Parteilosigkeit werbendem Gegenkandidaten in die Hände gespielt habe.

Im Mittelpunkt seines Berichtes standen freilich die Ergebnisse der Bundestagswahl. Die CDU habe dort schwere Verluste erlitten, was man auch benennen müsse. Er forderte eine personelle Erneuerung und programmatische Rückbesinnung auf die Wurzeln der Union. Es müsse Platz und Sichtbarkeit für alle Flügel geben, wenn die CDU Volkspartei bleiben wolle. Dennoch ist sie mit Abstand stärkste Kraft im Bundestag und wird nun nach harten Verhandlungsrunden in der kommenden Woche mit der SPD eine erneute Koalitionsregierung bilden. Auch wenn er selbst eine Minderheitsregierung bevorzugt hätte, wolle er nun dazu beitragen, dass von den versprochenen Wohltaten möglichst viel in seinem Wahlkreis ankomme. „Wenn wir allerdings nicht bereit sind, Fehler einzuräumen und daraus erkennbar Konsequenzen zu ziehen, werden uns die Wähler weiter Vertrauen entziehen," sagte Willsch vor allem in Bezug auf die illegale Zuwanderung.

Mit Blick auf die anstehende Landtagswahl am 28. Oktober zeigte sich Willsch optimistisch: „Wir wissen, dass Petra Müller-Klepper und Peter Beuth uns und unsere Region im Hessischen Landtag bisher sehr gut vertreten haben und auch zukünftig vertreten werden“.

Zu Beisitzern im CDU-Vorstand wählten die Delegierten aus den 17 Stadt- und Gemeindeverbänden Regina Schmidt (Aarbergen), Martin Hußmann (Bad Schwalbach), Alexander Koziol (Eltville), Roubina Wendel (Geisenheim), Ralf Schmitt (Heidenrod), Felix Hartmann (Idstein), Andreas Zorn (Kiedrich), Jürgen Helbing (Lorch), Heike Seibert (Niedernhausen), Joachim Haberstroh (Oestrich-Winkel), Volker Mosler (Rüdesheim), Gabriele Psenicka (Schlangenbad), Lars Stöhr (Waldems) und Petra Flöck (Walluf).

Die anschließende Beratung allgemeiner Themen wurde von mehreren Anträgen der Jungen Union zum Grundsatzprozess und zum Ehrenamt sowie einem weiteren Antrag zur Korrektur der Flüchtlingspolitik bestimmt.

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