Rüdesheim-Aulhausen. Bei einem Besuch des St. Vincenzstifts in Aulhausen informierte sich der Arbeitskreis Soziales der CDU-Kreistagsfraktion über die ersten Ergebnisse des von der CDU initiierten Modellprojektes Inklusion im Rheingau-Taunus, das sich derzeit im Aufbau befindet. Nachdem die CDU im November 2014 einen entsprechenden Antrag in den Kreistag eingebracht hatte, war der Rheingau-Taunus-Kreis im März dieses Jahres vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration als Modellregion für Inklusion anerkannt worden.

 

„Land, Kreis und das St. Vincenzstift haben in einer Zielvereinbarung die Einrichtung einer mobilen Fachstelle ‚Inklusion im Rheingau-Taunus‘ vereinbart, die durch das Kreisgebiet fahren und vor Ort präsent sein wird. Das Projekt, das Kreis und St. Vincenzstift gemeinsam umsetzen, wird in guter Kooperation engagiert voran getrieben und ist auf einem guten Weg, um im Frühjahr 2017 in die Fläche zu starten“, fasste die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion und Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper die Eindrücke der Arbeitskreismitglieder zusammen. Es werde intensiv an der Konzeption und Anschaffung des Inklusionsmobils, der Einrichtung eines barrierefreien Büros in Geisenheim, wo die Fachstelle angedockt sein werde, und dem Aufbau der wichtigen trägerübergreifenden Netzwerkverbindungen mit allen in Frage kommenden Akteuren in der Region gearbeitet. Erfolgreich sei von Fachstellen-Leiter Steffen Jäck in der Testphase bereits eine Aktion in der Gutenbergschule Eltville veranstaltet worden.

 

Das Inklusionsmobil, das vom Land finanziell gefördert wird, sei mit seiner aufsuchenden Beratung und Information ein neuer Ansatz. Es habe Modellcharakter insbesondere für den ländlichen Raum in ganz Hessen und zudem mit dem Kooperationsdreieck Land, Kreis und St. Vincenzstift eine einzigartige Struktur. „Es soll den Gedanken des Miteinanders von Menschen mit und ohne Behinderung in die Fläche tragen und konkret die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben fördern und unterstützen“, betont die CDU-Politikerin

 

„Es wird das gemeinsame Leben von Menschen mit und ohne Behinderung im Kreisgebiet im wahrsten Sinne des Wortes „barrierefreier“ machen, davon konnten sich die Arbeitsmitglieder nun überzeugen“, so Petra Müller-Klepper. „Zum einen wird die Aufgabe erfüllt, dass vorhandene Barrieren im Kopf abgebaut werden. Zum anderen kann jeder im Kreisgebiet die Anlaufstelle, ohne größere Strecken zurücklegen zu müssen, in Anspruch nehmen.“

Der Rheingau-Taunus-Kreis weise zwar schon gute und innovative Ansätze von Inklusionsprojekten auf und befinde sich auf einem guten Weg. Jedoch seien noch weitere Anstrengungen erforderlich, um Menschen mit Behinderung ein möglichst selbstbestimmtes Leben inmitten der Gesellschaft zu ermöglichen. „Das Inklusionsmobil wird ein Meilenstein auf diesem Weg sein“, sind sich die Sozialpolitiker der CDU-Kreistagsfraktion einig.

 

 

Bildunterschrift

 

Die Sozialpolitikerinnen der CDU-Kreistagsfraktion mit den Vertretern des St. Vincenzstift: Sandra Allmann, Sabine Muth, Andrea Kremer,  Petra Mihali-Brühl (Projektgruppe Modellregion Inklusion), Fachstellenleiter Steffen Jäck, Geschäftsführer Dr. Dr. Caspar Söling, Petra Müller-Klepper (von links nach rechts)

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