Abfälle sind Wertstoffe, die einer Wiederverwertung zugeführt werden sollen. So lautet einer der Grundsätze des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Derzeit werden Wertstoffe in Form von Verpackungsmüll mit Grünem Punkt hauptsächlich in den meist ungeliebten Gelben Säcken gesammelt. Für die CDU-Fraktion im Kreis hat dieser dünne Kunststoffbeutel aus vielerlei Gründen ausgedient. Zunächst hat sich die Qualität der Gelben Säcke deutlich verschlechtert. „Die „Verpackung der Verpackungen“ ist dünner geworden, reißt oft und lässt sich dadurch häufig nicht mehr ordnungsgemäß befüllen“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende André Stolz, „stehen die gelben Säcke dann schließlich auf dem Bürgersteg, reicht es, wenn der Wind einmal kräftig bläst, um den Unrat über die gesamte Straße zu verteilen“.

Deshalb hat die CDU-Fraktion bereits Ende 2014 die Wertstofftonne gefordert und hierzu einen Antrag gestellt, die finanziellen Mittel für eine Wertstofftonne im Haushaltsjahr 2015 des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft bereit zu stellen.

Wir begrüßen nun grundsätzlich den Vorschlag der Firma Remondis auch Gelbe Tonnen auf freiwilliger Basis zur Verfügung zu stellen. Das dafür laut Landrat Albers notwendig werdende Mietentgelt von den Bürgerinnen und Bürger ist jedoch absolut nicht notwendig. In Anbetracht der millionenschweren Gebührenrücklage (6,4 Mio. €) des Eigenbetriebes kann und sollte die Finanzierung der Gelben Tonne über den Eigenbetrieb Abfallwirtschaft ohne weiteres Entgelt erfolgen.

Um den Entsorgungswünschen der Bevölkerung im Rheingau-Taunus-Kreis gerecht zu werden, ist die Gelbe Tonne eine sinnvolle und bürgerfreundliche Alternative zum Gelben Sack. 

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