„Die Absage der rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Die Grünen) Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe zum UNESCO Welterbegebietes Oberes Mittelrheintal aufstellen zu lassen, ist eine weise Entscheidung“, stellt der Fraktionsvorsitzende André Stolz fest. Denn die rot-grüne Landesregierung in Rheinland-Pfalz positioniert sich klar zur Unvereinbarkeit des Baus von Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe zum Oberen Mittelrheintal und stellt damit die Kulturlandschaft unter einen besonderen Schutz.

 

Entgegen dieser Meinung möchte die ebenfalls rot-grüne Kooperation im Kreis ihren im letzten Jahr beschlossenen Masterplan Energie umsetzen, wonach 118 Windkraftanlagen insbesondere auf dem Taunuskamm (und somit auch im Rheingaugebirge) zwischen Rüdesheim/Lorch und Niedernhausen errichtet werden sollen.

 

„Unsere Anträge im Kreistag, den Kultur- und Landschaftsschutz (als ureigene Hauptaufgabe des Kreises) im Hinblick auf die Windkraftflächen im Kreis bei der Aufstellung des Regionalplans zu berücksichtigen und den Taunuskamm (und somit auch das Rheingaugebirge) unter diesen Schutz zu stellen, wurden von der rot-grünen Mehrheit nieder geschmettert“, führt der CDU-Fraktionsvorsitzende André Stolz aus. Dagegen ist der Bau von Windkraftanlagen sowie eine diesbezügliche Zielvorgabe keine Kreisaufgabe nach der HGO.

„Um die hiesige Kultur- und Naturlandschaft zu schützen,  muss der Masterplan Energie gekippt werden“, fordert Stolz, „das Risiko einer Aberkennung des UNESCO-Weltkulturerbestatus darf nicht eingegangen werden“.

 

Für die CDU-Fraktion ist das Ziel seit Beginn der Diskussion im Jahre 2011 klar, die Energiewende auch im Rheingau-Taunus voranzutreiben und gleichzeitig darauf zu achten, dass dem Schutz der Kulturlandschaft Rechnung getragen wird. Beides schließt sich nicht aus; führt jedoch dazu, dass nicht auf jeder ausgewiesenen Fläche Windkraftanlagen und damit eine Verspargelung realisiert werden.

 

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