Der CDU-Kreisverband Rheingau-Taunus favorisiert weiterhin eine naturnahe, multifunktionale und nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes und fordert, mit Blick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen in Hessen, von den Verhandlungspartnern auf weitere Stilllegungen von Forstflächen zu verzichten. Hierzu nimmt der CDU-Kreisvorsitzende und direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Rheingau-Taunus/Limburg, der waldreichsten Region Hessens, Klaus-Peter Willsch, wie folgt Stellung: „Wer Klimaschutz will, muss heimisches Holz verwenden, nicht stilllegen. Wir sprechen uns gegen vorgesehene weitere Stilllegungen von Forstflächen aus purer grüner Ideologie mit ökologischen Folgeschäden aus.“

Damit greift der CDU-Kreisvorsitzende die Argumente eines aktuell veröffentlichten Faktenpapieres der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald – Landesverband Hessen e.V. auf. „Wir äußern uns nicht zum Ärgern des grünen Koalitionspartners auf Landesebene, sondern nehmen den Vortrag und die Argumente eines anerkannten Umweltverbandes sehr ernst. Rund 42 % der Landesfläche Hessens sind mit Wald bedeckt. Der Wald stellt nicht nur einen ökonomischen Aspekt in der hessischen Wirtschaft dar, sondern ist für die Bürgerinnen und Bürger Naherholungsgebiet und leistet einen erheblichen Beitrag zur Artenvielfalt und dem Klimaschutz“, so Willsch weiter. Die Waldbesitzer und –pächter sind nach dem Hessischen Waldgesetz dazu angehalten, den Wald nachhaltig zu bewirtschaften.

Bei Holz handelt es sich um einen klimaneutralen und langlebigen Baustoff, der andere energieintensive Baustoffe ersetzen kann und dadurch aktiv zum Klimaschutz beiträgt. „Nie zuvor in der Menschheitsgeschichte wurden so viele fossile Rohstoffe verbrannt wie derzeit. Durch den Bezug heimischen Holzes bei Bauvorhaben, werden längere Transportwege, z.B. aus Übersee, eingespart – dadurch wird das Klima ebenfalls geschont“, fügt der CDU-Kreisvorsitzende hinzu.

In der Regel wird ausgeführt, dass es bei Waldstilllegungen um Artenschutz und Artenvielfalt gehe. Die Studie „Wildlife in a warming World“ (2018) des WWF zeigt jedoch, dass ein mögliches Artensterben im Wald nicht auf die forstwirtschaftliche Nutzung zurückzuführen ist, sondern auf den Klimawandel per se. Dies wird durch weitere Studien untermauert.

„Zahlreiche Studien belegen, dass der Artenschutz, der immer für die Auswahl einer Stilllegungsfläche vorgeschoben wird, durch Schutzgebiete nicht gewährleistet wird. Wir lehnen daher die weitere Stilllegung von Forstflächen, die einzig und allein aus politischen und ideologischen Gründen heraus erfolgt, ab“, so Willsch abschließend.

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