Nachdem im Sommer ein beabsichtigtes Dieselfahrverbot in Wiesbaden die Bürgerinnen und Bürger im Rheingau-Taunus-Kreis verunsicherte, steht nun der nächste Hammer ins Haus. Die Landeshauptstadt Wiesbaden plant für den Bereich der Kernstadt die Einführung eines Durchfahrtsverbotes für Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen.

Wie einer Untersuchung, die von der Landeshauptstadt Wiesbaden in Auftrag gegeben wurde, zu entnehmen ist, soll künftig kein LKW-Durchgangsverkehr durch die Innenstadt sowie vollständig durch die Stadtteile Dotzheim, Frauenstein, Klarenthal, Sonnenberg, Rambach und Teile von Biebrich, Bierstadt und Schierstein fahren dürfen.

„Wir lehnen diesen Vorschlag ab, denn im Umkehrschluss bedeutet dies eine enorme Mehrbelastung an Schwerlastverkehr für die umliegenden Städte und Gemeinden des Rheingau-Taunus-Kreises“, so CDU-Kreisvorsitzender Klaus-Peter Willsch, MdB. Die Diskussion um die Einhaltung des Luftreinhalteplans in Wiesbaden sowie die Reduzierung des Verkehrsaufkommens und Lärms in den betroffenen Stadtgebieten dürfe nicht dazu führen, dass die Menschen im Rheingau-Taunus-Kreis die Leidtragenden dieser irrwitzigen Idee sind. „Nach unseren ersten Erkenntnissen sind die Städte Taunusstein und Bad Schwalbach unmittelbar am stärksten betroffen“, führt Willsch weiter aus. Hier könne sich das Verkehrsaufkommen um bis zu 195 Fahrzeuge am Tag erhöhen. Betroffen sind hiervon insbesondere die Ortsdurchfahrten in Taunusstein-Neuhof, Taunusstein-Wehen, Taunusstein-Bleidenstadt und Taunusstein-Seitzenhahn sowie die Ortsdurchfahrt in Bad Schwalbach.

Neben einem erhöhten Verkehrsaufkommen ist auch mit stärkerem Lärm in den betroffenen Gebieten zu rechnen. „Der Verkehrslärm auf den Umfahrungsrouten wird sich signifikant erhöhen, insbesondere in den Nachtzeiten zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr“, hält Klaus-Peter Willsch fest, der auch gleichzeitig Vorsitzender des hiesigen Kreistages ist. Und weiter: „Wir fordern Landrat Kilian auf sich im Sinne der Bürgerinnen und Bürger des Rheingau-Taunus-Kreises mit Entschlossenheit gegen das geplante LKW-Durchfahrtsverbot in Wiesbaden einzusetzen und entsprechende Rechtsmittel unmittelbar zu prüfen“.

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