03.07.2013

 

RHEINGAU-TAUNUS-KREIS:  Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion André  Stolz und der CDU-Landtagsabgeordnete für den Rheingau Peter Seyffardt, der auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender und  Kreistagsmitglied ist, begrüßen die einstimmig beschlossene Resolution zum Thema "Weniger Bahnlärm am Mittelrhein: Umsetzung eines Lärmschutz-Gesamtkonzeptes" in der vergangenen Kreistagssitzung des Rheingau-Taunus-Kreis. Durch die einstimmig beschlossene Resolution habe man ein Zeichen gesetzt, dass alle Fraktionen des Kreistages gemeinsam das "Bahnlärm-Problem" angehen wollen.

 

 "Der schienengebundene Personen- und Güterverkehr ist ein wichtiger Baustein für eine positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung, wird immer mehr an Bedeutung gewinnen und damit unweigerlich auch zunehmen", ist sich der Landtagsabgeordnete Seyffardt sicher. Die schon heute zu hohe Lärmbelastung des Güterverkehrs auf der Schiene ist ein ernstzunehmendes Problem insbesondere am Mittelrhein und im Rheingau. Es besteht dringender Handlungsbedarf den Schienenverkehr im aktiven und passiven Lärmschutz deutlich zu verbessern.. "Hier gilt es, Umwelt und Anwohner wirksam vor dem Bahnlärm zu schützen", so Stolz und Seyffardt.

 

Im Bereich des Bahnlärms sei in den letzten Jahren, gerade in Bezug auf die veraltete Technik von Güterwagen zu wenig getan worden, deshalb sei der Beschluss eines "Lärmschutz-Gesamtkonzeptes" wichtig für alle Anlieger an Bahnstrecken.

 

Wenn Landrat Albers in der Kreistagssitzung behauptet, die belasteten Anwohner hätten keine Fürsprecher in Wiesbaden, so ist dies eine plumpe Diffamierung, um  im Wahlkampf zu punkten. Gerade das Gegenteil ist der Fall. Durch das gemeinsame Vorgehen der hessischen und rheinlandpfälzischen Landesregierung sind erhebliche Verbesserungen erzielt worden. Billige Wahlkampfpolemik hilft den Anwohnern nicht weiter.

 

 "In unserem 10-Punkte-Maßnahmenpaket wird das Mittelrheintal als einzigartige Kulturlandschaft und Welterbestätte der UNESCO und der Tourismus als ein wichtiger Wirtschaftsfaktor gesehen", so Stolz. Auch der Verweis auf den Verfall von Immobilienpreisen durch Lärm- und Erschütterungsproblematik sei enorm wichtig.

 

 "Daher fordern wir in unserer Resolution ein nächtliches Tempolimit von 50 km/h zwischen 22.00 und 06.00 Uhr für nicht  umgebaute bzw. modernisierte Züge" erläutert Stolz den Kernpunkt des Antrags.

 

 Eine wirksame Gestaltung der lärmabhängigen Trassenpreise und eine Umrüstung und Modernisierung des gesamten rollenden Materials, sowie die Umrüstung der Güterwagen auf leise Bremssysteme sei keine Utopie.

 

 "Auch die Ertüchtigung und Ausbau bereits bestehender Bahnstrecken und die Forderung nach Planung und Bau einer Alternativtrasse für den Güterverkehr ist uns als CDU wichtig, um die Menschen vor dem Bahnlärm zu schützen", so Stolz und Seyffardt weiter.

Ebenfalls müsse die Entwicklung des Projektbeirates zu einem wesentlichen Projektsteuerungsinstrument bei solchen Maßnahmen angestrebt werden.

 "Wir sind auf einem guten Weg, müssen diesen aber konsequent weitergehen, um etwas zu bewegen", so die CDU-Politiker abschließend.

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