Unterstützung für Pflegebedürftige und Angehörige Kreisausschuss soll Konzept erarbeiten

Im Rheingau-Taunus soll aufbauend auf dem Pflegestützpunkt ein Kompetenzzentrum Pflege entstehen. Dies schlägt die CDU-Kreistagsfraktion in einem Antrag für die nächste Kreistagssitzung vor. „Die Gewährleistung einer effektiven Hilfestellung bei Pflegebedürftigkeit ist eine zentrale Aufgabe der Daseinsvorsorge, die der Kreis zu leisten hat. Um ihr auch künftig bei einer steigenden Zahl von Pflegebedürftigen gerecht werden zu können, müssen jetzt die Weichen gestellt werden. Dies ist auch einer der Kernaufträge, den uns das erstellte Versorgungsgutachten erteilt hat“, erklärte Fraktionsvorsitzender André Stolz.

„Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen umfassend unterstützt und begleitet werden“, so Petra Müller-Klepper, die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. Mit dem im Rheingau-Taunus-Kreis installierten und erfolgreich arbeitenden Pflegestützpunkt stehe Betroffenen wohnortnah eine Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema Pflege zur Verfügung. Sie soll ausgebaut, ergänzt und weiterentwickelt werden. „Unser Ziel ist ein Angebot, dass bei Bedarf und auf Wunsch konkrete Hilfe von der Fallanalyse und Beratung bis hin zur Sicherstellung der notwendigen Versorgung und Begleitung des Pflegeprozesses ermöglicht.“

Psychosoziale Hilfsangebote und innovative Ansätze wie das neue Modell der Gemeindeschwester 2.0 sowie ehrenamtliche Initiativen wie die HUFAD und Pflegebegleiter sollen in die Arbeit des Kompetenzzentrums eingebunden werden, skizzierte die Landtagsabgeordnete. Es könne darüber hinaus auch Impulsgeber für die Entwicklung neuer Angebote und Initiativen in der Fläche sein. Bei allen Aktivitäten sollen die Chancen der Digitalisierung genutzt werden.

„Das Thema Pflege muss genauso wie die Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Rheingau-Taunus zu einem Schwerpunkt der Kreispolitik werden“, betonten Petra Müller-Klepper und André Stolz. Neben der Weiterentwicklung des Pflegestützpunkts zu einem Kompetenzzentrum Pflege, für das der Kreisausschuss ein Konzept erarbeiten soll, müsse der Ausbau der ambulanten, teilstationären und stationären Versorgungslandschaft in den Blick genommen werden. „Es herrscht insbesondere ein Mangel an Tages- und Kurzzeitpflegeplätzen. Aber auch die Suche nach einem Heimplatz gestaltet sich zunehmend schwierig.“

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Ihr Ansprechpartner

dennis.schneiderat

Dennis Schneiderat

E-Mail senden