In der nächsten Kreisausschusssitzung des Rheingau-Taunus-Kreises will Landrat Burkhard Albers (SPD) die Einführung eines Handwerkerparkausweises vorschlagen.
Die CDU Fraktion Rheingau-Taunus zeigt sich erfreut, dass der Kreis sich anscheinend auch aufgrund der Umsetzung in Städten wie Lorch und Taunusstein an einen zu diesem Thema bereits 2011 gestellten Antrag der CDU Fraktion erinnert und diesem nun folgt und so eine 180 Grad Wendung vollzieht. „Wir freuen uns über den, wenn auch, späten Sinneswandel. Sich jedoch mit fremden Federn zu schmücken und als eigene Idee zu verkaufen gehört sich nicht“, kommentiert der Vorsitzende der CDU Kreistagsfraktion André Stolz die jüngsten Presseerklärungen des SPD-Landrates zu diesem Thema.
 
Angeregt wurde das Projekt des Handwerkerparkausweises vor Jahren seitens der ivm GmbH (Integriertes Verkehrs- u. Mobilitätsmanagement Region Frankfurt Rhein-Main), wonach die Möglichkeit für Kommunen und Kreise besteht, eine Erleichterung für Handwerksunternehmen bzgl. des Parkens herbeizuführen. Technisch stellt dieser eine Parkausnahmegenehmigung dar, die von allen teilnehmenden Kommunen anerkannt wird und somit Handwerksbetrieben ermöglicht, ihre Fahrzeuge im Halteverbot, blauen Zonen oder verkehrsberuhigten Zonen  abzustellen.
Seitens des Rheingau-Taunus-Kreises wurde seinerzeit eine Teilnahme an diesem Projekt abgelehnt, da anscheinend kein Bedarf zu erkennen war.
Die CDU-Fraktion Rheingau-Taunus machte daraufhin in ihrem Antrag deutlich, dass ein Bedarf des Handwerkerparkausweises besteht und eine unverzügliche Umsetzung notwendig ist. Der Antrag wurde im Frühsommer 2011 einstimmig angenommen. Umgesetzt wurde dieser bis heute nicht.
 
Gerade für Kreis-Unternehmen, die auch außerhalb des Kreises tätig werden – z.B. in größeren Städten mit Parkplatzproblemen - stellt der Parkausweis eine echte Erleichterung dar. „Auch kleine Maßnahmen, die kein Geld kosten, können für die Betroffenen eine große Hilfe sein und helfen zudem, den Kreis und die Region wirtschafts- und bürgerfreundlicher und vor allem unbürokratischer zu gestalten“, so CDU Fraktionschef Stolz abschließend.
 

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