„Ich freue mich sehr, dass Sie heute auf Einladung unseres heimischen Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch den Weg nach Taunusstein gefunden haben!“ So wurde der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich von Uwe Löser, dem Vorsitzenden der CDU Taunusstein, im Bürgerhaus Taunus in Hahn begrüßt, nachdem sich Tillich in das Goldene Buch der Stadt Taunusstein eingetragen hatte.
Auch Klaus-Peter Willsch dankte Stanislaw Tillich, dass er ihn, wie bereits im Bundestagswahlkampf 2013, erneut in seinem Wahlkampf unterstützt. „Es war ein kurzes Gespräch am Rande der Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten und Du sagtest direkt zu. Mein Bezug zu Deinem Bundesland ist ein besonderer, da meine Frau aus Deinem Bundesland stammt und ich natürlich regelmäßig bei meinen Schwiegereltern in der Oberlausitz bin“, verlieh Klaus-Peter Willsch der freundschaftlichen Unterstützung durch Tillich auch eine sehr private Note.
Zunächst beschrieb der direkt gewählte Abgeordnete die wirtschaftliche Situation des Landes als exzellent. Die Arbeitslosigkeit sei seit 2005 um die Hälfte von fünf Millionen auf unter zweieinhalb Millionen gesunken, die Zahl der Beschäftigten auf Rekordniveau von fast 44 Millionen angelangt. Löhne, Gehälter und Renten stiegen, der Staat mache seit Jahren keine Schulden mehr, sondern habe begonnen, alte Schulden abzubauen.
Mit Blick auf die am Tag nach der Veranstaltung anstehende Abstimmung zur sogenannten "Ehe für alle" machte Willsch seine Haltung deutlich:
„Ehe und Familie, Privateigentum und Staat sind die naturrechtlichen Grundinstitutionen eines freiheitlichen gesellschaftlichen Ordnungsgefüges für die menschliche Person. Zum Gehalt der Ehe, der durch das Grundgesetz geschützt wird, gehört ungeachtet des gesellschaftlichen Wandels und der damit einhergehenden Änderungen ihrer rechtlichen Gestaltung, dass sie die Vereinigung eines Mannes und einer Frau zu einer auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft ist (so auch das Bundesverfassungsgericht vom 17. Juli 2002, BVerfGE 105,313/345). Die Ehe als Verbindung von Mann und Frau hat auch das Alleinstellungsmerkmal, dass alleine aus dieser Verbindung Kinder hervorgehen können, die wiederum die Zukunftsfähigkeit jeder Gesellschaft sichern.
Gleichwohl gibt es in unserer freien Gesellschaft eine Vielzahl weiterer Formen des Zusammenlebens. Darüber kann, darf und muss jeder für sich selbst entscheiden, sofern diese partnerschaftlichen Verbindungen freiwillig unter Erwachsenen eingegangen werden“, kündigte Klaus-Peter Willsch seine Ablehnung bei der anstehenden Abstimmung zum Gesetzentwurf an, zu der er sich noch nach der Veranstaltung in der Nacht auf den Rückweg nach Berlin machte.
Stanislaw Tillich appellierte mehrmals in seiner Rede für mehr eigenverantwortliches Handeln in der Gesellschaft. Es sei wichtig, Minderheiten zu ihrem Recht zu verhelfen, aber dabei dürfe der andere, größere Teil der Gesellschaft nicht völlig vergessen werden. Während vom politischen Gegner das Betreuungsgeld als Herdprämie diffamiert und letztendlich abgeschafft worden sei, hätten die Sachsen ein Landeserziehungsgeld eingeführt und stärkten somit die Eltern und Familien, die sich für eine längerfristige eigene häusliche Betreuung des Kindes entschieden haben. Nur die Eltern in Bayern erhielten eine vergleichbare familienfördernde Leistung. Daher sei es richtig und wichtig, dass die Union das Thema Familie im Bundestagswahlkampf in den Fokus rücke.
Ebenso sei es die Union, die sich für mehr Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger im Land einsetze. So müsse für mehr Sicherheit die Polizei gestärkt und die Videoüberwachung ausgebaut werden, damit Verbrecher schnell gefasst und dem Bürger das Gefühl der eigenen Sicherheit und eines handlungsfähigen Staates gegeben werde.
In Gedenken an den kürzlich verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl sprach der Ministerpräsident seinen Dank für die Solidarität der Westdeutschen gegenüber den Ostdeutschen nach dem Mauerfall aus. Man könne selbstbewusst von blühenden Landschaften im Osten sprechen, die der Kanzler der Einheit einst versprochen hatte.
In der anschließenden Diskussionsrunde machten die über 100 Gäste ausgiebig von der Gelegenheit Gebrauch, Fragen an Klaus-Peter Willsch und Stanislaw Tillich zu stellen und verließen zufrieden die zweieinhalbstündige Veranstaltung, bei der die Junge Union Taunusstein mit ihrem Vorsitzenden Dennis Adam an der Spitze für die Verpflegung sorgte.

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