- Die verbalen Rundumschläge mit bösen und nachweisbar falschen Ausführungen sind eines Landtagsabgeordneten unwürdig -

 

 

Die schroffe Art und Intensität mit der das SPD-Mitglied Marius Weiß versucht, die im Raume stehende „zusätzliche Güterverkehrsstreke“ durch das Idsteiner Land weg zu wischen, soll vom Fehlverhalten der Idsteiner Genossen im Kreistag ablenken. „Die Fakten sprechen jedoch für sich“, so der Vorsitzender der CDU Kreistagsfraktion André Stolz (Idstein).

Es gab im Kreistag zum Glück oftmals Einvernehmen bei Themen, die Gefahren für das Kreisgebiet bergen und auf anderen Ebenen entschieden werden. Genau das war auch unser Ansinnen mit dem Antrag zum Westerwald-Taunus-Tunnel: “Ein geschlossenes Zeichen aller Fraktionen“.

Natürlich handelt es sich bei dem Thema Entlastung des Mittelrheintals durch den Bau einer Alternativstrecke um ein Projekt, das vermutlich erst in zwei Jahrzehnten realisiert werden wird. Gestellt werden die Weichen jedoch in naher Zukunft. Auch wenn Weiß noch so vehement behauptet, das wird Idstein schon nicht treffen, muss man die Lage sachlich analysieren. Nur laut poltern hilft nicht. Die Fakten sprechen nun einmal für sich.

 

Die Korridorstudie zum Bau einer Alternativstrecke untersucht mehrere oberirdische Strecken. Anscheinend hat das SPD Mitglied Weiß sich nur die „Bildchen“ und „Skizzen“ der 35-seitigen Studie angeschaut, aus denen in der Tat nicht zu erkennen ist, dass der Bau der rechtsrheinischen Trasse durch das Idsteiner Land führen soll. In den dann folgenden Ausführungen und Schlussfolgerungen der Studie steht jedoch wörtlich, dass die Strecke 2c (rechtsrheinische) parallel zur  A3 gebaut werden soll:

 

 


**Entwicklungsstufe 2**

- Alle Maßnahmen von Entwicklungsstufe 1

**- Güterverkehrs-NBS rechtsrheinisch Troisdorf – Mainz-Bischofsheim parallel zur A3 und zur A671 oder Güterverkehrs-NBS linksrheinisch kurz Köln-Eifeltor–Langenlonsheim**

- Zusätzliches Gleis zwischen Troisdorf und Gremberg

(Korridorstudie, S. 28; siehe Anhang)

 

„Unabhängig davon, ob und wann eine derartige Strecke kommen wird, ist es extrem wichtig, dass sich die betroffenen Menschen und Interessenvertreter frühzeitig und geschlossen artikulieren“, erläutert Stolz. Der jahrzehntelange gemeinsame Kampf der Menschen und Parteien im Mittelrheintal zeigt nun Wirkung. Gleichermaßen müssen wir uns nun in Bezug auf eine Güterverkehrsstrecke durch das Idsteiner Land positionieren; parteiübergreifend und geschlossen. Die Lärmbelastung im Idsteiner Land insbesondere durch die A3, aber auch durch die ICE- und Regionalbahnstrecke zählt jetzt schon zu den höchsten im Rheingau-Taunus Kreis. 

 

FWG und FDP haben dies verstanden und wie selbstverständlich ja zu unserem Antrag gesagt, dass eine Alternativstrecke zur Entlastung des Rheingaus nicht zu einer Belastung an einer anderen Stelle im Kreis führen darf.

„Es wäre ein Leichtes gewesen, einem derartigen Antrag zuzustimmen“ zeigt sich Stolz betroffen, „es wäre zudem ein gutes Signal gewesen, dass der Rheingau-Taunus-Kreis und insbesondere die Idsteiner Kreistagsabgeordneten sich geschlossen positioniert hätten.“ Warum die Genossen und ihr Koalitionspartner Bündnis 90/Die Grünen das anders sahen und sehen, erschließt sich nicht. Erst recht nicht, dass die Genossen die Idsteiner Trasse sogar noch als „vorzugswürdig“ in ihrem Änderungsantrag ansehen.

 

Der ebenfalls im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommene Tunnel durch den Taunus und dann durch den Westerwald stellt die einzig wirkliche lärmentlastende Lösung dar. „Wir sprechen hier von einem ca. 40 km langen Tunnel durch den Taunus und einem dann folgenden 50 km langen Tunnel durch den Westerwald“, erläutert der Fraktionsvorsitzende. Erfahrungen aus Österreich und der Schweiz (die zurzeit beide Eisenbahntunnel von bis zu 75 km Länge bauen) zeigen, dass derartige Lösungen nicht teurer kommen als oberirdische Trassen bei denen diverse Brücken und kleinere Tunnel gebaut werden müssten. Übrigens bestätigt dies auch die Studie, in der die Investitionskosten für den Bau der oberirdischen Strecke ebenfalls auf 10-11 Mrd. € geschätzt wird.  „Somit sprechen wir auch nicht von einem Hirngespinst, Herr Weiß“, begründet Stolz.

 

„Herr Weiß, Sie und Ihre Idsteiner Kreistagskollegen Nies, Güttler und Rheinecke Westphal können sich noch immer positionieren. Man zeigt Größe, wenn man einen Fehler korrigiert. Verbohrtheit hat noch nie weiter geholfen und hilft auch nicht den Menschen in Idstein und im Idsteiner Land.“, appelliert Stolz noch einmal an die SPD und die Grünen.

 

 

 

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