CDU greift Vorschlag von Horst Korte auf

 

Rheingau-Taunus. Der Ärztliche Bereitschaftsdienst (ÄBD) wird den Kreistag beschäftigen. Die CDU-Fraktion stößt mit einer Anfrage die Prüfung an, ob die Versorgungssituation in der Region ausreichend ist und nimmt hierbei insbesondere das Angebot im Rheingau in den Blick.

Mit der parlamentarischen Initiative greifen die Christdemokraten die Verbesserungsvorschläge von Horst Korte auf, der sich seit Jahren für eine umfassende ärztliche Versorgung einsetzt und auch ehrenamtlich als Patientenfürsprecher für das Vitos Klinikum Rheingau wirkt. Er hatte den Bundestagsabgeordneten und Kreistagsvorsitzenden Klaus-Peter Willsch und die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper, die auch sozialpolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion, gebeten, die Kreisgremien einzuschalten.

Mit der Verlagerung der ÄBD-Zentrale von Winkel nach Geisenheim, die zum Jahreswechsel erfolgt ist, werde die Problemsituation weiter verschärft, so Horst Korte. „Die Patienten aus dem oberen Rheingau werden noch stärker als bisher bei Bedarf die Notfallaufnahme in den Helios Dr. Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden aufsuchen“, befürchtet Korte. Dies bringe für Ärzte und Personal weitere Belastungen mit sich und führe dort zu massiven Problemen, da die Notfallambulanz ohnehin schon überlastet sei. „Die tatsächlichen Notfälle, die mit lebensbedrohlichen Erkrankungen eingeliefert werden, könnten das Nachsehen haben“, schreibt der Eltviller den beiden Abgeordneten.

Horst Korte schlägt als Lösung vor, dass in den Räumen der Helios Dr. Horst-Schmidt-Kliniken eine Portalpraxis des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes angegliedert wird, in der auch die Patienten aus dem oberen Rheingau behandelt werden können, die nicht als Notfälle einzuordnen sind. „Die tatsächlichen Notfälle könnten auf kurzem Wege direkt in die Notfallaufnahme weitergeleitet werden.“ Für die Wiesbadener Bevölkerung gibt es bereits an der Asklepios Klinik eine entsprechende Einrichtung.

Die CDU-Kreistagsfraktion greift in ihrer Initiative diesen Vorschlag auf und bittet den Kreisausschuss um Stellungnahme, ob eine weitere ÄBD-Zentrale für die Bevölkerung des oberen Rheingaus notwendig ist und eine Portalpraxis an einer Wiesbadener Klinik hierfür die Lösung sein könnte. „Für das politische Handeln brauchen wir auch die entsprechende Datengrundlage. Deshalb wollen wir wissen, wie sich die Inanspruchnahme des ärztlichen Bereitschaftsdienstes in der Region und der Notfallaufnahmen an den Wiesbadener Kliniken durch Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreisgebiet, bei denen kein Notfall vorlag, in den vergangenen beiden Jahren entwickelt hat und wie der neue Standort in Geisenheim von der Bevölkerung des unteren, mittleren und oberen Rheingaus angenommen wird“, so Petra Müller-Klepper. 

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag